Lightroom-Workshop – Erste Schritte in der Bildbearbeitung

Lernen Sie die wichtigsten Funktionen von Adobe Photoshop Lightroom kennen. Dieser Tagesworkshop gibt Ihnen einen einfach nachvollziehbaren Workflow an die Hand – von der Sichtung der Bilder über die Entwicklung Ihrer Aufnahmen bis zur Präsentation. Sie lernen nicht einfach welche Regler es gibt, sondern welche Auswirkungen die möglichen Einstellungen auf das Endergebnis haben.

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Wie sinnvoll ist das iPad für Fotografen?

Eingetragen von am 8. Januar 2012
iPad2

Taugt das iPad als mobiler Datenspeicher für anspruchsvolle Fotografen? Fragt man Google, hat man mit knapp 9 Millionen Einträgen zu diesem oder ähnlichen Themen einiges zu lesen. Genau wie bei der Frage nach der „richtigen“ Kamera spalten sich allerdings auch hier die Lager von „genial“ über „nützlich“ bis „unbrauchbar“ – allerdings sehr stark abhängig von den angesetzten Kriterien für die Nutzung.Vor rund 6 Wochen ist auch bei mir ein iPad eingezogen. Hier sind ein paar Erfahrungen und Überlegungen, die Ihr in Eure eigene Entscheidung (sofern Sie denn ansteht) einfließen lassen könnt.

Das iPad zur Bildbearbeitung

Ja, das geht. Es gibt fantastische Apps, mit denen ich meine Fotos unglaublich schnell aufpeppen kann. Vorausgesetzt, Weißabgleich und Belichtung waren bei der Aufnahme in Ordnung, und ich erwarte keine Museums-Qualität für eine Druckausgabe. Der Bildschirm ist zwar sehr gut hinsichtlich Kontrast und Farbwiedergabe. Aber so verbindlich wie ein kalibrierter Monitor auf dem Schreibtisch ist er eben nicht – und muss es auch gar nicht sein.

Eine Bearbeitung von DNG oder RAW-Daten am iPad halte ich für sinnlos. Die Spielereien mit JPG-Dateien machen mit Apps wie zum Beispiel Snapseed aber gewaltigen Spaß, inspirieren, und sind für mich zukunftsweisend im Hinblick auf unsere Arbeitsweise in vielleicht 2-5 Jahren – vor Allem, was die Bedienung angeht.

Die Leica M9 produziert aber jetzt immer DNG+JPEG-Dateien für eine schnelle Begutachtung der Ergebnisse des Tages.

Das iPad als Datenspeicher

Mit dem kleinen Camera Connection Kit ist es möglich, den Inhalt einer SD-Karte auf das iPad zu kopieren – ganz problemlos ohne weitere andere Anwendungen: Einfach die Foto-App öffnen, und die Bilddaten (JPG, DNG, RAW) werden kopiert. 

Die Bilder können dann ggf. gelöscht oder in unterschiedliche Alben sortiert werden – was aber meiner Meinung nach für den Einsatz als mobiler Datenspeicher sinnfrei ist: Ein Dateisystem zum Erstellen von Ordnern existiert nicht. So erkennt etwa Lightroom das iPad zwar als Datenträger und synchronisiert auch die Daten, eine angelegte Ordnung bleibt aber unberücksichtigt.

Sind die Daten zu Hause übertragen, kann der genutzte Speicherplatz wieder freigegeben werden. Davon hat zumindest das 64GB-Modell ausreichend. Apps und ein wenig Musik für unterwegs lassen dann noch rund 50GB für Bilddaten übrig. Die Datei einer Leica M9 (18 Megapixel Auflösung) ist komprimiert rd. 18 MB groß – genügend Platz also für über 2800 Bilder – für eine 3 wöchige Reise-Reportage genug.

Bleibt noch die Frage des Backups, denn was passiert, wenn das iPad verloren geht oder die Daten sich nicht mehr herstellen lassen? Ich habe für mich entschieden, dass das iPad bereits das Backup ist! Die Original-Daten bleiben auf den Speicherkarten, die während der Reise nicht überschrieben werden. Mit Filmen haben wir es doch früher nicht anders gemacht, und eine 16GB SD-Karte, die rund 900 Bilder fasst, kostet derzeit etwa 25 Euro – soviel wie früher vier 36er-Filme ohne Entwicklung….

Das iPad während der Reise

Nach meinem Umstieg von der digitalen Spiegelreflex-Ausrüstung auf die Leica M9 versuche ich nahezu besessen, das Reisegewicht meiner Ausrüstung weiter zu verringern. Daher auch der Antritt, mein 2,4kg schweres MacBookPro 15“ durch ein iPad zu ersetzen. 

Ja, das MacBook Air ist auch schön, und die 13“ Version möglicherweise universeller einsetzbar usw. Aber…. das iPad macht einfach mehr Spaß! Für alle Anwendungen wie E-Mail, Internet, Zugverbindungen, Spiele und Musik ist es gerüstet, wiegt lockere 613g in der Ausführung mit 3G und hat eine sensationell lange Betriebsdauer von rd. 13 Stunden.

Fazit:

Zugegeben, ich war lange sehr kritisch, ob nicht mein Hang zu elektronischen Gadgets die Argumentationskette in die richtige Richtung biegt – bis ich dann das Tablet in der Hand hatte – und es nun kaum noch missen mag.

Es gibt sicherlich eine ganze Reihe Dinge, die das iPad nicht kann. Dazu gehören für mich rechenintensive Anwendungen wie die Bearbeitung von Raw-Dateien ebenso wie zumindest derzeit noch (weil ungewohnt) das Verfassen langer Texte über den Touchscreen. Aber das habe ich von einem solchen Gerät auch nicht erwartet. Die Kritik an solchen Punkten ruft bei mir mindestens genausoviel Stirnrunzeln hervor wie das Angebot einer physikalischen Tastatur für ein Gerät mit Touchscreen.

Ebenso klar ist für mich, dass das iPad nicht für jeden fotografischen Stil geeignet ist. Wenn Ihr Euch aber nicht im 11 Bilder pro Sekunde Bereich bewegt, und eher bewusst bei Landschaften, Natur, Menschen oder Reisemotiven auf den Auslöser drückt, dann werft noch mal einen Blick auf das iPad.

Hatte ich schon gesagt, dass es vor Allem auch Spaß macht?