Das Stativ: Sinnvoller Helfer oder überflüssiges Zubehör?
Es kann einem schon ein wenig leid tun, das Stativ. Seit Jahren steht es unangefochten auf Platz 1 des unbeliebtesten Fotozubehörs. Gerade bei Hobbyfotografen stellt man immer wieder eine fast unüberwindbare Abneigung gegen Stative fest. Maximal noch ein Monopod, ein „Einbein“, mag man sich antun, aber ein Dreibein-Stativ? Das geht gar nicht.
Die Argumente der „Verweigerer“ sind schlagkräftig: Schwer, teuer, unpraktisch. Und auch für längere Belichtungszeiten braucht man seit Einführung der elektronischen Verwacklungsreduzierung kein Stativ mehr. Schließlich werden die Bilder ja augenscheinlich auch so scharf genug.
Aber was ist mit der Kontrolle des Bildauschnittes? Stimmt die Komposition? Ist das Hauptmotiv an der richtigen Stelle, und der Horizont ausgerichtet? Ragt nichts Störendes ins Bild hinein? Sicher, das kann man ja hinterher in der Bildbearbeitung beheben. Nur warum sollte man sich das antun, wenn man schon VOR der Aufnahme gleich Alles richtig machen kann!
Mit der Kamera auf dem Stativ können Sie in aller Ruhe einstellen – und ganz entspannt auf den richtigen Moment oder das perfekte Licht warten.
Bauen Sie das Stativ aber erst dann auf, wenn Sie den richtigen Standpunkt gefunden haben. Gerade wenn Sie in Gesellschaft anderer Fotografen unterwegs sind: Bleiben Sie souverän und suchen Sie ERST nach der richtigen Perspektive, bauen Sie dann das Stativ auf, und montieren Sie zum Schluss die Kamera. Der oft von mir beobachtete „Showdown der Ausrüstung“ – Stativ komplett ausziehen, Kamera aufsetzen und dann mal schauen was sich so an Motiven findet – grenzt Ihre Kreativität zu sehr ein.
Und wie Sie merken, ist daran nun eben nicht das Stativ schuld …
Suchen Sie mit der Kamera um den Hals das Motiv, und nutzen Sie dann das Stativ um Ihre Bildidee optimal umzusetzen. Wenn Sie es denn nicht zu Hause liegen gelassen haben ….
Sie besitzen noch kein Stativ? Dann hilft Ihnen der kleine Ratgeber “So finden Sie das richtige Stativ” sicher weiter.


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